Was ist VDSL?

VDSL ist die Abkürzung für eine Art der Datenübertragungstechnik, die zwischen dem Endkunden und der nächsten Vermittlungsstelle des Providers eingesetzt wird. VDSL steht für “Very High Speed Digital Subscriber Line”. Als Medium dient ein verdrilltes Paar von Kupferleitungen.

Die allgemein bekannten DSL-Internetanschlüsse bieten dem Endkunden eine maximale Datenübertragungsrate von 16 Mbit/s, mit der VDSL Technik sind 52 bis 200 Mbit/s im Downstream möglich.

Es gibt zwei bisher zwei Standards: VDSL1 und VDSL2. VDSL1 bietet maximal 52 MBit/s im Downstream und 11 Mbit/s im Upstream. Nennenswerte Verbreitung hat diese Technik nur in Asien (Volksrepublik China, Japan, Südkorea) und in den Vereinigten Staaten von Amerika gefunden.

Die VDSL1-Technik wird auch zur einfachen und schnellen Kopplung von Ethernet-Netzwerken benutzt.
Bei der Planung von VDSL1-Anschlüssen ist zu beachten, dass die mögliche maximale Übertragungsrate stark von der Entfernung zwischen der Vermittlungsstelle und dem Endpunkt abhängt. Schon bei einer Länge von 900m sinkt die Kapazität auf 26 Mbit/s ab, bei zwei Kilometern gibt es keinen Unterschied zur älteren ADSL-Technik mehr.

Der neuere VDSL2-Standard bietet folgende Vorteile: Die maximale Übertragungsrate beträgt theoretisch bis zu 200 Mbit/s im Up- und Downstream und erlaubt wesentlich größere Entfernungen zum Endverbraucher. Auch ist es hier möglich, bestimmte Anwendungen zu priorisieren.

Zielsetzung bei der Entwicklung von VDSL war, die sogenannten “Triple Play Dienste” anbieten zu können: Mit “Triple Play” bezeichnet man die Verbindung von Telefondienst (klassisch Analog oder ISDN, sowie IP-Telefonie), breitbandigem Internetanschluss und IPTV (Fernsehen über IP).

Im VDSL2 Standard sind unterschiedliche Profile definiert, die einen weltweiten Einsatz von VDSL2 in allen unterschiedlichen Netzen der Provider ermöglichen.

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