Wie hoch sind die Gebühren bei einem Girokonto für Auslandsüberweisungen?

Wenn man noch vor einigen Jahren eine Überweisung ins Ausland tätigen wollte, war dies mit viel Aufwand und vor allem mit hohen Gebühren verbunden. Innerhalb der EU hat sich dies allerdings grundlegend geändert.

Tätigte man beispielsweise eine Überweisung in angrenzende Länder wie Frankreich oder Italien, entstanden dabei horrende Gebühren in Höhe von etwa 20 Euro.

Seitdem jedoch die europäische Union eingeführt wurde, sind die Kosten entsprechend angepasst worden. Allerdings sollte man vor einer Überweisung ins Ausland darauf achten, wie hoch die Gebühren bei dem eigenen Geldinstitut werden können und eventuell einen Girokonto Test durchführen. Die Kosten halten sich nun im Rahmen und entsprechen denen einer Inlandsüberweisung, wenn der Betrag in Euro ausgewiesen wird. Ist das Limit nicht überschritten und liegt unter der 12.500 Euro Grenze gibt es keinerlei Probleme. Bei Auslandsüberweisungen wie diesen, wird darüber hinaus nur die üblichen SWIFT Nummern benötigt und der Transfer kann beginnen.

Die sogenannten IBAN und BIC Nummern werden benötigt, um die Überweisung ins Ausland vollautomatisch vornehmen zu können. Darin enthalten sind die internationale Kontonummer und die internationale Bankleitzahl der entsprechenden Bank. Die Codes sind sowohl für Geldempfänger als auch für den Absender erhältlich. Vor einem Transfer ist es daher von großem Nutzen, diese Informationen beim Empfänger des Geldes angefragt zu werden. Nur so kann eine reibungslose Auslandsüberweisung erfolgen.

Gebühren entstehen für beide Beteiligte. Benutzt man eine Standardüberweisung, ist es möglich, dass sich die Kosten unterschiedlich belaufen. Das sogenannte SHARE Modell beinhaltet, dass der Auftraggeber alle für ihn entstehenden Gebühren zahlt, die von der Bank gefordert werden, und der Geldempfänger den restlichen Betrag zahlen muss.

Weiterhin existieren noch das OUR Modell und das BEN Modell. Bei der ersten Variante steht der Auftraggeber in der Schuld der Bank und muss sämtliche entstandenen Gebühren begleichen. Das BEN Modell verlangt die Kosten hingegen vom Empfänger, welcher diese von seinem Geldinstitut in Rechnung gestellt bekommt. Ein Vergleich der Girokonten bzw. der Banken wird dann empfohlen, wenn häufig Auslandstransfers vorgenommen werden. Die eigene Hausbank kann nämlich in punkto Gebühren teurer werden als manch andere Geldinstitute. Der kleine aber feine Unterschied, ob Auslandsüberweisungen online oder manuell durchgeführt werden, spielt bei einigen Banken ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wird ein Mitarbeiter beansprucht, der telefonisch oder persönlich benötigt wird, entstehen zusätzliche Kosten, die bei rund zehn Euro liegen können. Überschreitet eine Auslandsüberweisung das Limit von 12.500 Euro, muss dies sogar laut Außenwirtschaftsgesetz, gemeldet werden.