Was ist Maltodextrin?

Maltodextrin wird vielen Lebensmitteln als Zusatzstoff beigefügt und ist als Maltrin auf vielen Verpackungen gekennzeichnet. Maltodextrin ist in Pulverform erhältlich und eignet sich wegen seiner Wasserlöslichkeit und wegen seines relativ neutralen Geschmacks (es schmeckt nur leicht süßlich) gut als Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie. Aber was ist Maltodextrin?

Maltodextrin ist ein Mehrwachzucker und leitet sich von den Wörtern Maltose und Dextrose ab. Maltose ist nichts anderes als Malzzucker und Dextrose ist Glucose also Traubenzucker.
Maltodextrin wird durch den Prozess der Hydrolyse aus Stärke gewonnen. Der Vorgang der Hydrolyse bezeichnet die Spaltung einer (bio-)chemischen Verbindung durch die Reaktion mit Wasser. Dabei wird ein Wasserstoffatom an das eine Spaltstück gebunden und die übrigen Hydroxyl-Reste an das verbleibende Spaltstück abgegeben.

Maltodextrin wird in der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel, Füllstoff, Stabilisator und Lagerschutz verwendet und soll zudem Fehl-Aromen verhindern. Es ist in vielen Süßwaren, Fertigsuppen, Fleisch- und Wurstwaren sowie in Kindernahrung zu finden. Maltodextrin ist ein Energielieferant und wird daher auch gerne in der Sportnahrung oder in Sportgetränken verwendet. Maltodextrin ist zudem ein Polysaccharid, also ein Mehrwachzucker, und wird daher langsamer abgebaut als beispielsweise Traubenzucker. Dadurch kommt es nicht wie bei sogenannten Einfachzuckern zu einem rasanten Blutzuckeranstieg, der auch genauso schnell wieder abfällt. Mehrwachzucker wie Maltodextrin halten den Blutzuckerspiegel somit länger auf einem Niveau und verhindert eine Unterzuckerung. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass Maltodextrin nichts anderes als eine besondere Zuckerart ist, was bei zu hoher Dosierung einfach zu mehr „Hüftgold“ führen kann.